Wenn die Spielfreude überschäumt
Greven. Seien wir ehrlich: Irgendwie schmeckte das, was am Samstagabend im Ballenlager geboten wurde, schal, fast ein wenig abgestanden, und hinterließ einen leicht faden Nachgeschmack. Was fehlte, war der prickelnde Schaum, der das Glas zum Überlaufen bringt. Kein Wunder, dass viele sich im Publikum nach einer Alternative umschauten und lieber deutsches Kulturgut bevorzugten.

Doch hier soll es nicht das irische Nationalgetränk gehen, sondern um irische Musik. Und das, was „GoodNightFolks“ den über 300 Zuschauern musikalisch kredenzte, war genau das Gegenteil von dem, was zumindest notorische Pilstrinker am irischen Guinness verzweifeln lässt. Mit frischer, überschäumender Spielfreude, gepaart mit der richtigen Prise Sentimentalität, trafen sie exakt den Nerv des Publikums und sorgten für eine Stimmung, die das ehrwürdige Ballenlager so wohl selten erlebt haben dürfte. Sicher, es war ein Heimspiel für die Grevener Lokalmatadoren, sicher, in der Vorweihnachtszeit ist die menschliche Seele noch empfänglicher für die manchmal etwas melancholischen Klänge von der Grünen Insel. Doch das allein reicht nicht, um eine Halle in Euphorie zu versetzen.
Dabei ließen die anfänglich sechs Musiker es durchaus gemütlich angehen. Dem A-Cappella-Auftakt mit „The Old Triangle“ folgt ein Mix aus Balladen und schnelleren Stücken. „Jetzt könnte getanzt werden“ - die ersten Versuche, das Publikum bei „Lord of the dance“ zum Überschreiten des Sieben-Meter-Halbkreises vor der Bühne zu bewegen, scheitern denn auch. Bei „Rising of the moon“ klatschen viele immerhin schon mit. Zwanglos in den irischen Reigen fügt sich auch „Glückauf, der Steiger kommt“ ein, mit dem Sänger und Gitarrist Beni Feldmann sich als gebürtiger Kohlenpottler outet.

Nach der Pause lüftet sich der schwarze Vorhang hinter der Bühne. Zum Vorschein kommt ein erweitertes Instrumentarium mit Schlagzeug, E-Piano und Akkordeon. Das Sextett um Beni Feldmann, Hinnerk Willenbrink (Gesang, Gitarre, Banjo, Mandoline), Martin Burgholz (Mandoline), Judith Paral (Geige), Stefanie Höhne (Flöte) und Christian Pieper (Bass, Gesang) erhält Verstärkung durch Moritz Bannert, Christoph Sünderkamp und Dirk Wademann. Alle Neune heißt es jetzt, und die ziehen das Tempo mächtig an. Der Sieben-Meter-Halbkreis ist jetzt nicht mehr tabu, das Publikum tanzt zu „Whiskey in the jar“ und „Bog down in the vally“.

Beni Feldmann und Judith Paral singen gemeinsam ein irisches Weihnachtslied, beim anschließenden „The town I loved so well“ leuchten die Feuerzeuge wie die Kerzen am Christbaum. Dann ist die musikalische Bescherung vorbei, das Bier aber fließt noch in Strömen, mal als Guinness, mal als Pils.

Doch hier soll es nicht das irische Nationalgetränk gehen, sondern um irische Musik. Und das, was „GoodNightFolks“ den über 300 Zuschauern musikalisch kredenzte, war genau das Gegenteil von dem, was zumindest notorische Pilstrinker am irischen Guinness verzweifeln lässt. Mit frischer, überschäumender Spielfreude, gepaart mit der richtigen Prise Sentimentalität, trafen sie exakt den Nerv des Publikums und sorgten für eine Stimmung, die das ehrwürdige Ballenlager so wohl selten erlebt haben dürfte. Sicher, es war ein Heimspiel für die Grevener Lokalmatadoren, sicher, in der Vorweihnachtszeit ist die menschliche Seele noch empfänglicher für die manchmal etwas melancholischen Klänge von der Grünen Insel. Doch das allein reicht nicht, um eine Halle in Euphorie zu versetzen.
Dabei ließen die anfänglich sechs Musiker es durchaus gemütlich angehen. Dem A-Cappella-Auftakt mit „The Old Triangle“ folgt ein Mix aus Balladen und schnelleren Stücken. „Jetzt könnte getanzt werden“ - die ersten Versuche, das Publikum bei „Lord of the dance“ zum Überschreiten des Sieben-Meter-Halbkreises vor der Bühne zu bewegen, scheitern denn auch. Bei „Rising of the moon“ klatschen viele immerhin schon mit. Zwanglos in den irischen Reigen fügt sich auch „Glückauf, der Steiger kommt“ ein, mit dem Sänger und Gitarrist Beni Feldmann sich als gebürtiger Kohlenpottler outet.

Nach der Pause lüftet sich der schwarze Vorhang hinter der Bühne. Zum Vorschein kommt ein erweitertes Instrumentarium mit Schlagzeug, E-Piano und Akkordeon. Das Sextett um Beni Feldmann, Hinnerk Willenbrink (Gesang, Gitarre, Banjo, Mandoline), Martin Burgholz (Mandoline), Judith Paral (Geige), Stefanie Höhne (Flöte) und Christian Pieper (Bass, Gesang) erhält Verstärkung durch Moritz Bannert, Christoph Sünderkamp und Dirk Wademann. Alle Neune heißt es jetzt, und die ziehen das Tempo mächtig an. Der Sieben-Meter-Halbkreis ist jetzt nicht mehr tabu, das Publikum tanzt zu „Whiskey in the jar“ und „Bog down in the vally“.

Beni Feldmann und Judith Paral singen gemeinsam ein irisches Weihnachtslied, beim anschließenden „The town I loved so well“ leuchten die Feuerzeuge wie die Kerzen am Christbaum. Dann ist die musikalische Bescherung vorbei, das Bier aber fließt noch in Strömen, mal als Guinness, mal als Pils.









