Dienstag, November 27, 2007

Wenn die Spielfreude überschäumt

Greven. Seien wir ehrlich: Irgendwie schmeckte das, was am Samstagabend im Ballenlager geboten wurde, schal, fast ein wenig abgestanden, und hinterließ einen leicht faden Nachgeschmack. Was fehlte, war der prickelnde Schaum, der das Glas zum Überlaufen bringt. Kein Wunder, dass viele sich im Publikum nach einer Alternative umschauten und lieber deutsches Kulturgut bevorzugten.




Doch hier soll es nicht das irische Nationalgetränk gehen, sondern um irische Musik. Und das, was „GoodNightFolks“ den über 300 Zuschauern musikalisch kredenzte, war genau das Gegenteil von dem, was zumindest notorische Pilstrinker am irischen Guinness verzweifeln lässt. Mit frischer, überschäumender Spielfreude, gepaart mit der richtigen Prise Sentimentalität, trafen sie exakt den Nerv des Publikums und sorgten für eine Stimmung, die das ehrwürdige Ballenlager so wohl selten erlebt haben dürfte. Sicher, es war ein Heimspiel für die Grevener Lokalmatadoren, sicher, in der Vorweihnachtszeit ist die menschliche Seele noch empfänglicher für die manchmal etwas melancholischen Klänge von der Grünen Insel. Doch das allein reicht nicht, um eine Halle in Euphorie zu versetzen.

Dabei ließen die anfänglich sechs Musiker es durchaus gemütlich angehen. Dem A-Cappella-Auftakt mit „The Old Triangle“ folgt ein Mix aus Balladen und schnelleren Stücken. „Jetzt könnte getanzt werden“ - die ersten Versuche, das Publikum bei „Lord of the dance“ zum Überschreiten des Sieben-Meter-Halbkreises vor der Bühne zu bewegen, scheitern denn auch. Bei „Rising of the moon“ klatschen viele immerhin schon mit. Zwanglos in den irischen Reigen fügt sich auch „Glückauf, der Steiger kommt“ ein, mit dem Sänger und Gitarrist Beni Feldmann sich als gebürtiger Kohlenpottler outet.




Nach der Pause lüftet sich der schwarze Vorhang hinter der Bühne. Zum Vorschein kommt ein erweitertes Instrumentarium mit Schlagzeug, E-Piano und Akkordeon. Das Sextett um Beni Feldmann, Hinnerk Willenbrink (Gesang, Gitarre, Banjo, Mandoline), Martin Burgholz (Mandoline), Judith Paral (Geige), Stefanie Höhne (Flöte) und Christian Pieper (Bass, Gesang) erhält Verstärkung durch Moritz Bannert, Christoph Sünderkamp und Dirk Wademann. Alle Neune heißt es jetzt, und die ziehen das Tempo mächtig an. Der Sieben-Meter-Halbkreis ist jetzt nicht mehr tabu, das Publikum tanzt zu „Whiskey in the jar“ und „Bog down in the vally“.




Beni Feldmann und Judith Paral singen gemeinsam ein irisches Weihnachtslied, beim anschließenden „The town I loved so well“ leuchten die Feuerzeuge wie die Kerzen am Christbaum. Dann ist die musikalische Bescherung vorbei, das Bier aber fließt noch in Strömen, mal als Guinness, mal als Pils.

Heimspiel mit Irish Folk

Greven - Irish Folk vom Feinsten. Musik, so lange bis das ganze Ballenlager steppt. Das konnte nur eines heißen: "GoodNightFolks" veranstalteten am Samstag die "Irish Night" im Ballenlager.



Die Band aus Greven tourt auch in Belgien [sic!], Polen und der Schweiz [sic!]. Am Samstag war in Greven Party angesagt. Mit einer Mischung aus allgemein irischen Stücken und eigenen Kompositionen begeisterten die sechs Musiker Martin Burgholz, Benjamin Feldmann, Judith Paral, Stefanie Höhne, Hinnerk Willenbrink und Christian Pieper ihr Publikum.

Anlässlich des Heimauftritts luden die sechs noch drei Gastmusiker ein. Dirk Rademann [sic!] am Akkordeon, Christoph Sünderkamp am elektrischen Piano und Moritz Bannert am Schlagzeug verstärkten die Band. Den Zuschauern gefiel´s.

Ob zu "Kia Orana", ein Stück, das Hinnerk Willenbrink auf Tonga [sic!] komponiert hat, oder zu dem traditionellen "Star Of The Country Down": Die Band brachte ihre ganz eigene Interpretation der irischen Musik mit. Und traf damit den Geschmack ihrer Gäste. Nach einem zunächst zögerlichen Engagement im ersten Teil des Abends wurde ab 22 Uhr ordentlich getanzt, was die Bretter des Ballenlagers hielten. Und das bis spät in die Nacht hinein. - mar

Montag, 26. November 2007 | Quelle: Grevener Zeitung (Greven)

Montag, November 05, 2007

Heimspiel nach Euro-Tour


Greven. Recht hat er schon. „Wenn wir in ganz Europa spielen, wieso dann nur nicht in Greven?“, fragte Hinnerk Willenbrink von der Band „Good Night Folks“ in die Runde. Nach Polen, Österreich und den Niederlanden macht die mittlerweile sechsköpfige Band quasi einen Stop in der Heimatstadt Greven und lädt alle Fans zur großen „Irish Night“ ins Ballenlager ein. „Wir hoffen auf ein volles Haus“, so Christian Pieper von der Band, der im Vorverkauf schon über 100 Karten für das Konzert am 24. November verkauft hat.
Als Jahresabschluss und als eine Art kleines Dankeschön an sich selbst wollen die sechs Jungs und Mädchen an jenem Samstagabend all ihre Hits aus den beiden Alben präsentieren. Die Rahmenbedingungen dafür sind perfekt. „Das ist das best organisierteste Konzert im ganzen Jahr“, berichten Alexander Komorek und Sebastian Heitkamp von der Konzertinitiative „Emsboom“, die für die Organisation mit ins Boot gesprungen sind. Vor zwei Monaten haben beide mit der genaueren Planung begonnen, wenngleich die Idee schon seit Jahresanfang existiert. „Wir wollten das schon immer machen“, stand für „Good Night Folks“ die Idee schon nach der Veröffentlichung des neuen Albums Anfang des Jahres fest.

Mit dabei sind auch Dirk Wardemann (Akkordeon), Moritz Bannert (Schlagzeug) und Christoph Sünderkamp (Piano), die gemeinsam die Band unterstützen wollen.

Denn durch die weiteren Instrumente wollen die Irland-Fans noch mehr Leute ansprechen und das Programm erweitern.

Karten sind bereits im Vorverkauf für acht Euro beim Verkehrsverein und beim Spielwarengeschäft „Burgholz“ zu erwerben. Das Konzert beginnt um 20.30 Uhr, der Einlass ist bereits schon eine Stunde früher.

Weitere Infos auf www.goodnightfolks.de
von Maximilian Fitting